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Das Lied der Dunkelheit

Book Cover: Das Lied der Dunkelheit
Teil von Demon Zyklus series:
  • Das Lied der Dunkelheit

„Weit ist die Welt – und dunkel …“

… und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben.

„Das Lied der Dunkelheit“ ist ein eindringliches, fantastisches Epos voller Magie und Abenteuer. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der einen hohen Preis bezahlt, um ein Held zu werden. Und es erzählt die Geschichte des größten Kampfes der Menschheit – der Kampf gegen die Furcht und die Dämonen der Nacht.

Episch und düster – die faszinierendste Weltenschöpfung der letzten Jahre.

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Reviews:Carl A. schreibt:

Inhalt:

 

"Das Lied der Dunkelheit" von Peter v. Brett ist der erste von fünf Bänden der Roman-Reihe "Dämonenzyklus". Er ist erstmals 2009 vom HEYNE-Verlag veröffentlicht worden.
Die Handlung spielt in der Welt Thesa, die seit Generationen von Dämonen heimgesucht wird, welche "Horclinge" genannt werden und in großer Artenvielfalt vorkommen. Jede Nacht, wenn die Sonne untergeht, beginnen diese aus ihrem "Horc" aufzusteigen um sich an der Oberfläche zu manifestieren und Jagd auf Menschen zu machen. Diese versuchen sich jedoch durch verschiedene Siegel zu schützen, welche an Oberflächen angebracht ihre Häuser durch eine Art magisches Feld gegen die Dämonen abschirmen. Dieser Schutz ist jedoch nicht immer erfolgreich, denn ab und zu entdecken Horclinge eine Schwachstelle im Siegelnetz - nur noch das Licht der aufgehenden Sonne verspricht dann noch Rettung. Selbst Waffen wie Äxte scheinen den Dämonen nichts anhaben zu können. Auch der 11-jährige Arlen und seine Familie aus dem Dorf Tibbets Bach teilen dieses Schicksaal. Als durch unglückliche Begebenheiten Arlens Mutter den Horclingen zum Opfer fällt, während sein Vater nichts unternimmt, kann er seinem Vater nicht verzeihen und reißt aus. Von da an beginnt sein Abenteuer, welches ihn durch die freien Städte bis in die krasianische Wüste treibt, dessen Bewohner die einzigen verbliebenen sind, die den Dämonen im Kampf begegnen.
Leesha und Rojer wachsen in jeweils anderen Gebieten Thesas ebenfalls in Angst und Schrecken auf, wo sie ähnlich dramatisches erleben.
Zentrales Thema in diesem Roman ist Arlens Weg der Selbstfindung und sein Rachezug gegen die Horclinge, für den er alles Aufzugeben bereit sein scheint. Er schlägt einen Weg als Bannzeichner und Kurier ein und begibt sich auf die Suche nach den alten Kampfsiegeln, welche der Legende nach Dämonen bezwingen können. Alles arbeitet auf ein Zusammentreffen von Rojer, Leesha und Arlen hin.

 

 

Buchkritik:

 

Das zugrunde liegende magische Hintergrund ist in sich nicht vollkommen Schlüssig. Auch wenn der Leser erfährt, dass Siegel sich zu einem geometrischen Netz ergänzen, so ist dies nur schwer vorstellbar geschweige denn nachvollziehbar. Es wird oft erwähnt, dass Arlen, der Hauptprotagonist, intuitiv bestimmte Symmetrien in den Siegeln sieht und sie dadurch nach Gefühl anordnen kann. Nach mehrfachem betrachten der Zeichnungen zu den Siegeln ist man als Leser etwas verwirrt. Bei Rojers Fidel-Magie ist es hingegen verständlich, dass nicht wirklich versucht wird diese zu erklären, da er sie selbst nicht wirklich zu verstehen scheint. Geometrische Muster dagegen sollte man dagegen wenigstens ein bisschen näher erklären können.
Auch Beschreibungen lassen in mancherlei Hinsicht zu wünschen übrig, sind im Allgemeinen jedoch in Ordnung. Beispielsweise bezüglich der Beschreibung der Dämonen wären etwas mehr Details möglich gewesen. Der Fokus wird hier eindeutig mehr ausführliche Darstellung von Handlungen gelegt, kurze Action-Szenen werden Schritt für Schritt umfassend geschildert. Bewegungsabläufe werden mit vielen Adjektiven ausgeschmückt, wordurch eine Art Slow-Motion Effekt erziehlt wird.
Dafür sind die beiden konkurrierenden Religionen der Thesaner und Krasianer gut durchdacht. Auch politische Probleme, die Gesellschaft und das Leben in den freien Städten sind gut ausgearbeitet, sodass sich der Leser schnell in das Geschehen reindenken kann. Im Großen und Ganzen erinnert alles an das Mittelalter, wobei Brett sich im Bezug auf Berufe, Sprache, Legenden, Namen und andere Elemente sehr einfallsreich zeigt. Besonders im Bezug auf das krasianische Volk hat der Autor sich hier viel Mühe gegeben.

 

 

Fazit:

 

An sich ist das Lied der Dunkelheit ein spannender Dark Fantasy Roman, mit dem man sich gut die Zeit vertreiben kann. Allerdings sind aus meiner Sicht zu viele Schwachstellen im Bezug auf Umgebung, Hintergrundinformationen, Magie und Antagonisten vorhanden, sodass dieses Buch kein Meisterwerk genannt werden kann. Der Fokus dieses Buches ist also mehr auf Action gelegt, auch wenn die Charakterentwicklung und Elemente im Bezug auf Gesellschaft und Sprache sehr gut sind. Wenn man sich einfach nur zurück lehnen möchten ohne sich groß Gedanken zu machen und die Action über sich ergehen lassen möchte so ist dies eine klare Kaufempfehlung.