Series: Der ewige Treck


Der lange Weg der Sternenspürer

Book Cover: Der lange Weg der Sternenspürer
Teil von Der ewige Treck series:
  • Der lange Weg der Sternenspürer

Erzählt wird die Geschichte des Wissenschaftlers Sah-Gahn L‘Rac und seiner Freunde. Sie leben in einem autoritär/religiösen System, auf dem fernen Eisplaneten Hasperod.

Sah-Gahn L‘Rac, Leiter des staatlichen Observatoriums hat bei seinen Studien erkannt, dass der Zentralstern Gorgos in astronomisch kurzer Zeit explodieren wird.

Er beruft eine Vollversammlung der Wissenschaftszünfte ein und unterbreitet ihnen seinen Plan, den Bau eines Generationenraumschiffs, mit dem man in den Weiten des Alls eine neue Heimat für das Volk der Haspiri suchen wird.
Es entsteht ein Tumult, denn der Sonnenstaat duldet nicht, dass die Bevölkerung ihren Gott in der Not verlässt.
Sah-Gahn und seine Mitstreiter werden verhaftet, an verschiedene Orte verbannt. Abgeschnitten von der Welt landet Sah-Gahn in der Eiswüste. Dort begegnet er dem Einsiedler Flow-Sie. Mit seiner Hilfe und eines unerwarteten Mentors aus dem Sonnenstaat, kann er das Raumschiff, nach vielen Hindernissen, doch noch bauen und ins All starten.
Doch das Abenteuer ist noch nicht zu Ende. So richtig in Schwierigkeiten kommen die Haspiri als sie auf dem fremden Planeten Leukothia notlanden müssen.

Reviews:Jonas Kraft schreibt:

Inhalt:

 

"Der lange Weg der Sternenspürer" von Ute Mrozinski ist die überarbeitete Neuauflage des ersten Buches der Fantasy-Serie "Der ewige Treck". Seit Dezember 2017 wird dieses Buch von Books on Demand verlegt.
Erzählt wird die Geschichte des Wissenschaftlers Sah-Gahn L ́Rac und seiner Freunde. Sie leben in einem autoritär/religiösen System auf dem Eisplaneten Hasperod. Sah-Gahn L ́Rac, Leiter des staatlichen Observatoriums, hat bei seinen Studien erkannt, dass der Zentralstern Gorgos in astronomisch kurzer Zeit explodieren wird. Er beruft eine Vollversammlung der Wissenschaftszünfte ein und unterbreitet ihnen seinen Plan, die Galaxie mit einem Generationenschiff nach einen zukünftige Heimatplaneten zu erkunden. Als der Plan konkrete Züge annimmt, zerschlägt die Regierung sein Vorhaben und verbannt Sah-Gahn in die Wüste. Mit Hilfe schicksalhafter Umstände gelingt es ihm jedoch doch noch das Raumschiff zu bauen und er startet seine Reise in die Galaxie. Nach vielen Jahren muss er jedoch auf dem Jungleplaneten Lekothia Notlanden. Auf der Suche nach Hilfe für die Reparatur des Raumschiffes, stoßen Sah-Gahn und seine Crew auf ein gefährliches Psi-Wesen. Damit das Wesen sich nicht im Universum weiter ausbreiten kann, bietet die Crew den Einwohnern des Planeten ihre Hilfe an.
Zentral ist dabei der Kampf um das Fortbestehen der haspirischen Rasse. Hierbei geraten Sah-Gahn L Rac und seine Crew in große Gefahren und der Plan zur Rettung ihrer Art droht zu scheitern.

 

 

Buchkritik:

 

Allgemein kann man das Buch in zwei verschiedene Handlungsabschnitte einteilen. Der erste Handlungsabschnitt beschreibt die Planungs- und Bauphase für das Raumschiff und der zweite die Notlandung auf dem fremden Planten Lekothia. Der Übergang zwischen beiden Handlungssträngen passiert nicht fließend. Dadurch erfährt die Handlung einen Bruch des Leseflusses und einen starken Abfall der Spannung. So startet die Crew vom Heimatplaneten Haspiri am Ende des einen Kapitel und sind zum Anfang des nächsten Kapitels bereits 18 Jahre unterwegs.
Auch der Spannungsaufbau zu Beginn des Buches läuft schleppend, da bereits mit dem zentralen Thema, das Entdecken der sterbenden Sonne, begonnen wird. Zu diesem Zeitpunkt hat der Leser noch kein Gefühl für die Umgebung aufbauen können, da jegliche Informationen zu Charaktere und Lebensumstände fehlen. Dies wird erst in den folgenden Kapitel aufgeholt.
Das Buch schafft es anschließend jedoch durch unerwartete Wendepunkte in der Geschichte die Spannung stetig zu steigern und nicht mehr abfallen zu lassen. Beispiele hierfür ist die Verbannung des Protagonisten durch den Staat nach Bekanntgabe seines Planes oder aber auch die Rettung des Protagonisten in der verlassenen Eiswüste vor einem wilden Tier durch einen Eremiten.
Außerdem wirft das Buch durch geschickt platzierte "Easter-Eggs" immer wieder Fragen auf, die nur langsam geklärt werden. So hat eine Seherin eine Vision von ihrer Tochter als "Saat" für einen neuen Planeten. Später im Buch erfährt man, dass diese Tochter Ma-Ira heißt. Da Religion ein wichtiges Leitthema des Buches ist, wirft es die Frage auf, ob diese etwas mit unserer "Jungfrau Maria" zu tun haben wird, da Ma-Ira ähnlich klingt. Außerdem sind die Haspiris sehr menschlich dargestellt. Im Laufe der Geschichte fragt man sich des Öfterem, ob diese eventuell Menschen sein sollen.
Das Buch schafft es im zweiten Handlungsstrang, den actionreicheren Handlungsstrang, noch einmal an Spannung zuzulegen. So ist lange nicht bekannt, wer das Psi-Wesen ist und welches Ziel es verfolgt.
Neben einer spannenden Story gestaltet sich der Roman auch durch die fast schon kindlich spielerische Wortwahl der Autorin interessant. So werden Sätze wie "Um Gottes willen" zu "Um Gorgos Willen" umgetauft, da der Gott der Haspiris ihre Sonne Gorgos ist. Außerdem wird auch öfter mit uns bekannten Wörter gespiegelt, wie zum Beispiel die Wörter "Toidi" oder "Ref-Izul". In Kombination mit den außergewöhnlichen Name, oft durch Bindestriche getrennt, versucht man nach einigen Seiten, alle Namen rückwärts zu lesen, ob sie dann einen Sinn ergeben. Darüber hinaus wird oft das Thema Eis verwendet. So trinken die Haspiris Eisblütentee, benutzen einen Eisschmelzofen oder besitzen die Eisstürmer als Armee.
Die Sprache des Buches ist einfach gehalten und liest sich dadurch sehr fließend. Leider stockt der Lesefluss hin und wieder, da Kommas falsch gesetzt sind, oder Tippfehler abgedruckt wurden. Da es sich hier jedoch um eine kleine Autorin handelt, sind hier die finanziellen Mittel für Probelesungen begrenzt. Dadurch kann man keinen fehlerfrei gedruckten Roman, wie bei bekannten Autoren, erwarten.
Insgesamt ist die Story sehr spannend und gut umgesetzt, wirkt jedoch zeitweise wirr, da oftmals große Zeitsprünge zwischen den Absätzen statt finden.

 

 

Fazit:

 

"Der lange Weg der Sternenspürer" glänzt weder durch tiefgründige Charaktere noch durch eine detailliert ausgearbeiteten Hintergrund. Der Autor legt seinen Fokus eher auf ausschlaggebende Momente und schenkt Zwischenmomenten nicht viel Detail beziehungsweise überspringt diese meist völlig. Dadurch wird ermöglicht dass ein vermeintlich 800 Seiten Roman auf 240 Seiten passt. Wer schon immer auf ein Crossover von Raumschiff Enterprise, Twilight und Doktor Strange gewartet hat, für den ist hier sein Roman gekommen! Wenn du gerne Romane liest, bei denen nicht lang gefackelt wird und alles direkt auf den Punkt gebracht wird, dann ist dies für dich eine Kaufempfehlung! Mich persönlich hat dieses Buch überzeugt da man für 240 Seiten sehr viel geboten bekommen hat!